ASTRHEIN - Aktionsbuendnis Sauberer Strom am Rhein
FAKTEN ZUM KRAFTWERK
 
  Klimawandel  
 

Mehr Infos zum Klimawandel ... hier>>

 
     
     
 
 

Brennstoff Heizwert KJ/kg

Braunkohle 7.860 – 15.000

Steinkohle 29.000

Brennstoff CO2-Emissionen pro verbrannter Tonne SKE

Braunkohle 3,25 t

Steinkohle 2,68 t

Erdöl 2,30 t

Erdgas 1,50 t
 
     
     
 
 
  HOME  
     
 

Klimakiller Kohlekraftwerk

Der UN-Klimareport 2007 hat bestätigt: Der größte Teil der Erderwärmung ist vom Menschen verursacht. Weitaus wichtigste Ursache sind Treibhausgase, deren Ausstoß aus menschlichen Aktivitäten resultiert. Dass die Erderwärmung auch ohne menschliche Aktivitäten stattgefunden hätte, ist nach Stand der Wissenschaft "extrem unwahrscheinlich".

Das wichtigste Treibhausgas ist Kohlendioxid. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre ist von vorindustriellen 280 ppm auf 379 ppm (2005) angestiegen; weit mehr als jemals in den letzten 650.000 Jahren, in denen die Kohlendioxidkonzentration aus Eisbohrkernen bekannt ist (und sich immer zwischen 180 und 300 ppm bewegte). Wichtigste Ursache dieses Anstieges ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe - im Zeitraum von 2000 bis 2005 setzte sie jedes Jahr durchschnittlich 26,4 Milliarden Tonnen Kohlendioxid frei. Ebenfalls bedeutsam sind Änderungen der Landnutzung, die 5,9 Milliarden Tonnen Kohlendioxid pro Jahr freisetzen.

Kohle ist der klimaschädlichste Energieträger. Kein anderer fossiler Energieträger stößt bei der Umwandlung in Strom soviel Kohlendioxid aus wie Kohle. Braunkohle ist dabei noch klimaschädlicher als Steinkohle. Am besten kann man fossile Energieträger vergleichen, wenn man eine gemeinsame Bezugsgröße wählt. Als Maßeinheit hierfür dient die Steinkohleneinheit (SKE). 1 kg SKE entspricht der Energiemenge, die beim Verbrennen von 1 kg Steinkohle frei wird. Die CO2-Emissionen pro verbrannter Tonne SKE liegen bei der Braunkohle bei 3,25 t, bei der Steinkohle bei 2,68 t, beim Erdöl bei 2,3 t und beim Erdgas bei 1,5 t.

  CO2-Emissionen in Duesseldorf  
     
     

Das geplante Kraftwerk Lausward ist ein Klimakiller.

Das geplante Steinkohlekraftwerk in der Lausward soll bis zu 150 Tonnen Importkohle pro Stunde verbrauchen. Bei der Annahme von 7.500 Betriebsstunden pro Jahr ergibt das einen maximalen Kohledurchsatz von 1,125 Millionen Tonnen. Bei einem angenommenen gemittelten Brennstoffwert von 29.000 kJ/kg sind damit CO2-Emissionen von bis zu 3 Millionen Tonnen jährlich verbunden. Setzt man lediglich eine Auslastung von 70 % voraus - was ungewöhnlich wenig für ein Grundlast-Kraftwerk wäre -, so ergeben sich noch immer CO2-Emissionen von jährlich 2,47 Mio. t. Laut Angaben der Stadtwerke Düsseldorf emittiert das Kraftwerk "nur" 2 Mio. t/a. Detailliert begründet haben die Stadtwerke diese Angabe bislang nicht.

Gemäß des Emissionskatasters NRW des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz emittierten die Punktquellen Düsseldorfs (Industrie, Verkehr, Kleinfeuerungsanlagen) im Jahr 2004 knapp 4,7 Mio. t Kohlendioxid:

Schadstoff
Industrie 2004
Verkehr 2000/2004
Kleinfeuerungs-
anlagen 2004
Gesamt
 
Kohlendioxid
2.189.722.680 
1.209.202.546 
1.290.117.220 
4.689.042.447 

Das 400-MW-Steinkohlenkraftwerk in der Lausward würde also die CO2-Emissionen Düsseldorfs um 50 % erhöhen! Zum Vergleich: Das existierende Gaskraftwerk in der Lausward stößt bei einer Leistung von mehr als 500 MW pro Jahr 0,84 Mio. t CO2 aus.